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Basale Stimulation ist keine Methode, ist keine Technik. Basale Stimulation versteht sich als ein Konzept.

Das heißt, es handelt sich nicht um eine fertig formulierte und endgültig festgelegte Therapie bzw. Pädagogik, sondern um essentielle Grundgedanken, die immer wieder neu bedacht und angepasst werden müssen.

Im Zentrum steht der Mensch in seiner physischen Realität.

Grundelemente

 

Somatische, vestibulärische und vibratorische Wahrnehmung -

unter den Aufbauelementen von oraler, olfaktorischer, auditiver, taktil/haptischer und visueller Wahrnehmung.

Basis der Anwendung stimulierender Massnahmen sind:

Eine gezielte Anamnese und die Beobachtung des Patientes und dessen Umfeld.

Ziele


 

Ziel der Basalen Stimulation in der Pflege ist die Begleitung und Förderung individueller Lernprozesse eines erkrankten Menschen.

Setzen von eindeutigen Reizen
Fördern von Körper- und Umgebungswahrnehmung
Geben von Orientierungshilfen
Integration von Angehörigen

Zielgruppe

 
 

Alle Menschen, die in ihrer Fähigkeit zur Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation eingeschränkt oder gestört sind.

Wie zum Beispiel: Bewusstlose, Desorientierte, Schädel-Hirn-Traumatisierte, Sterbende;
Patienten mit hypoxischem Hirnschaden, Morbus Alzheimer, hemiplegischem, apallischem oder komatösem Syndrom, stark in ihrer Beweglichkeit eingeschränkte Patienten, behinderte Menschen und auch Frühgeborene.

Diese Pflege zeichnet sich aus durch...

 
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Leben erhalten und Entwicklung erfahren
Das eigene Leben spüren
Sicherheit erleben und Vertrauen aufbauen
Den eigenen Rhythmus entwickeln
Aussenwelt erfahren
Beziehung aufnehmen und Begegnung gestalten
Sinn und Bedeutung geben
Sein Leben gestalten
Autonomie und Verantwortung

Pflegende haben ausserdem die Aufgabe:

Gesundheit zu fördern
Krankheit zu verhüten
Gesundheit wiederherzustellen
Leiden zu lindern

und die Menschenrechte zu achten


(Fröhlich und Bienstein 2000)

Dipl.-Päd.
Christel Bienstein

 

 

Christel Bienstein
  • Geboren: 1956
  • Nach dem Abitur: Krankenpflegeausbildung
  • arbeitete als Krankenpfleger auf verschiedenen internistischen Stationen
  • Weiterbildung zum Lehrer für Pflegeberufe
  • 6 Jahre Leitung der Fachweiterbildung zur Fachkrankenschwester für Gemeindekrankenpflege
  • Seit 1992 freiberuflich in der Fort- und Weiterbildung im In- und Ausland tätig
  • Lehrbeauftragter der Universität Salzburg und der Evang. Fachhochschule Darmstadt
  • Kursleiter für Basale Stimulation
  • Kinästhetiktrainer
  • Krankenschwester
  • Leiterin des Institutes für Pflegewissenschaften an der Universität Witten/Herdecke

Prof. Dr.
Andreas Fröhlich

   
Andreas Fröhlich
  • Andreas Fröhlich studierte Pädagogik und Sonderpädagogik
  • promovierte 1986 in Heilpädagogischer Psychologie (Köln)
  • arbeitete 1970 - 1988 am Rehazentrum Westpfalz in Landstuhl
  • 1988 wurde er Professor für Geistig-Behinderten-Pädagogik
  • 1994 übernahm er eine Professur für Allgemeine Sonderpädagogik an der Universität Landau/Pfalz